NEU ERSCHIENEN: ZEITSCHRIFT FÜR HOHENZOLLERISCHE GESCHICHTE UND HOHENZOLLERISCHE HEIMAT

50920372_397312580830125_594023894490493

Bisher unbekannte Burgstellen, das Krauchenwieser Urbar, die Burg Wildenstein oder das Hechinger Kloster St. Luzen. Diese und noch viel mehr Themen der Hohenzollerischen Kultur und Geschichte behandeln die beiden neuen Druckschriften des Hohenzollerischen Geschichtsvereins, der Doppelband 2017/2018 der Zeitschrift für hohenzollerische Geschichte und die Ausgabe 4/2018 der Hohenzollerischen Heimat.
Die Zeitschrift ist in das Programm des Verlages Kohlhammer aufgenommen und kann über den Buchhandel bestellt werden, die Hohenzollerische Heimat kann beim Hohenzollerischen Geschichtsverein in Sigmaringen, Tel. 07571 101559 angefordert werden.
Wer sich für die Hohenzollerische Geschichte interessiert, dem empfiehlt sich eine Mitgliedschaft im Hohenzollerischen Geschichtsverein e.V. Im Jahresbeitrag von 24 Euro ist der Bezug der besprochenen Zeitschriften enthalten.

Grundlegend neue Erkenntnisse zu den verwandtschaftlichen Verflechtungen der frühen Eginonen (Grafen von Urach), der Grafen von Achalm und der Welfen im 11. und frühen 12. Jahrhundert veröffentlicht Jürgen Scheff. Er arbeitet die Bedeutung der Grafen von Urach, der Eginonen, heraus und deutet deren verwandtschaftliche Beziehungen zu den Grafen von Zollern an. Diese Bezüge, die in die Anfangszeit der Hohenzollerndynastie reichen, sollen in einem zweiten Teil, der in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte erscheint, eingehender dargestellt werden.

Zur Baugeschichte der Burg Falkenstein bei Thiergarten im oberen Donautal präsentiert Wolfgang Teyke neue Überlegungen. Die Bau- und Gartengeschichte des ehemaligen Dominikaner-Terziarinnenklosters Binsdorf wird von Isabel David und Timo Raible umfassend dargestellt.

Martin Zürn stellt die Frage „Aufklärung oder Oberschwaben?“

Eine exemplarische Studie zum Schicksal von jüdischem Kunstbesitz anhand der Hohenzollern-Sammlung des Hechinger Textilfabrikanten Carl Löwengard legt Marius Golgath vor. Carl Löwengard, der sich seiner hohenzollerischen Heimat tief verbunden fühlte, hatte eine beachtliche Sammlung von Kunstwerken mit hohenzollerischen Motiven und eine umfangreiche Bibliothek mit 300 Druckwerken zu Hohenzollern angelegt. Der Besitz Löwengards wurde im Dritten Reich arisiert. Ein wichtiges Ergebnis des Aufsatzes ist die Feststellung der restitutionsrechtlich einwandfreien Eigentumsrechte des heutigen Hohenzollerischen Landesmuseums und des Kreisarchivs Sigmaringen an den Sammlungsgegenständen und der Bibliothek.

Unter dem Titel „Heimatlieder und Bombentrichter“ beschäftigen sich Rolf Vogt und Joachim Streit mit dem 1938 fertiggestellten Fliegerhorst bei Grosselfingen/Bisingen und mit der Luftwaffe in Hechingen, wo 1939/40 der Stab eines Fliegerkorps stationiert war. Eingebunden war der Flugplatz in die Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs, insbesondere des Kriegs gegen Frankreich. Auch der Luftkrieg, der im Luftraum über der Region ausgetragen wurde, sowie die Bomber- und Tieffliegerangriffe im Großraum der Zollernalb werden in diesem mit bisher unbekanntem Bildmaterial illustrierten Aufsatz behandelt. Abschließend wird die Nutzung des Flughafengeländes und der dazugehörenden Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

Auf Pläne des Architekten Rudolf Schwarz zu einer umfassenden baulichen Umgestaltung des Klosters Beuron aus den Jahren 1958/59 ist Johannes Werner im Archiv des Erzbistums Köln gestoßen.

Die Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte wird vom Hohenzollerischen Geschichtsverein herausgegeben. Schriftleiter sind Dr. Volker Trugenberger, der frühere Leiter des Staatsarchivs Sigmaringen, und Dr. Andreas Zekorn, der Leiter des Kreisarchivs Zollernalbkreis. Für Mitglieder des Hohenzollerischen Geschichtsvereins ist der Bezug der Zeitschrift im jährlichen Mitgliedsbeitrag von 30 Euro enthalten.