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Mo., 30. Nov.

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Staatsarchiv Sigmaringen

Staatsanwälte, Zeugen, Geheimdienste – Quellen zum Unternehmen „Wüste“ in den Archiven

Dr. ANDREAS ZEKORN, Balingen

Zeit & Ort

30. Nov. 2026, 19:00

Staatsarchiv Sigmaringen, Karlstraße 1+3, 72488 Sigmaringen, Deutschland

Über die Veranstaltung

Das im Sommer Juni 1944 beschlossene Unternehmen „Wüste“ stellte ein verzweifeltes Unterfangen des NS-Regimes dar, in einer desolaten Kriegslage aus dem in unserer Region vorkommenden Ölschiefer Treibstoff für die deutsche Wehrmacht zu gewinnen. Für das wegen des geringen Ölgehalts des Schiefers von Anfang an zum Misserfolg verdammte Projekt ließen Tausende von KZ-Häftlingen aufgrund der unmenschlichen und grausamen Haft- und Arbeitsbedingungen ihr Leben. Diejenigen, die überlebten, hatten oftmals unmenschliches Leid erdulden müssen.

Der Referent wird u.a. Quellen vorstellen, die uns ein Bild des Unternehmens „Wüste“ vermitteln. Es befinden sich darunter von der französischen Besatzungsmacht 1945 konfiszierte Papiere, Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft, Prozessprotokolle mit Zeugenaussagen, Forschungsdokumentationen, Luftbilder der Alliierten und auch von US-amerikanischen Nachrichtendiensten ermittelte Unterlagen, die seit einiger Zeit über das Internet verfügbar sind. Nicht zuletzt gibt es erschütternde Filmdokumente mit Aussagen überlebender Häftlinge, die von der Shoah Foundation stammen.

 

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