

Di., 07. Juli
|Hohenzollerisches Landesmuseum Hechingen
Die Fürsten von Hohenzollern im Alten Reich. Konfession und Reichspolitik im Spiegel dynastischer Strategien (1)
von Prof. Dr. FRANZ BRENDLE, Tübingen
Zeit & Ort
07. Juli 2026, 18:00 – 20:00
Hohenzollerisches Landesmuseum Hechingen, Schloßpl. 5, 72379 Hechingen, Deutschland
Über die Veranstaltung
Die Bezeichnungen Imperium Romanum, Imperium Christianum und Imperium Mundi – römisch, christlich, weltumspannend – veranschaulichen die Selbstdeutung des Heiligen Römischen Reiches, das seit etwa 1500 den Zusatz „Deutscher Nation“ führte. Die Reichsreform Kaiser Maximilians I. von 1495 markierte eine verfassungsgeschichtliche Zäsur: Mit dem Ewigen Landfrieden und der Einrichtung des Reichskammergerichts wurde das mittelalterliche Fehdewesen zurückgedrängt und die rechtlich-institutionelle Ordnung des Reiches gestärkt. Als Gegengewicht zum Einfluss der Reichsstände auf die Besetzung der Richterämter schuf Maximilian zusätzlich den kaiserlichen Reichshofrat.
Im konfessionellen Zeitalter geriet diese Ordnung zunehmend unter Druck. Reformation und Gegenreformation, Religionsfrieden und Reichstage sowie der Dreißigjährige Krieg stellten das Reich vor immer neue Herausforderungen. In diesem sich wandelnden Gefüge behauptete sich das schwäbische Haus Hohenzollern mit bemerkenswerter Präsenz: Es stellte nicht nur die ersten Präsidenten beider oberster Reichsgerichte, sondern bekleidete auch das Ehrenamt des Reichserbkämmerers. Ihre engagierte Unterstützung der katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg wurde reichspolitisch honoriert – mit…
